Das Experiment beginnt – erste Erprobung von Innovationen im Bauhaus.MobilityLab12.05.2021

    Wie können Kommunen dabei unterstützt werden, Mobilität umwelt- und gemeinwohlorientiert zu organisieren? Mit welchen Werkzeugen können Unternehmen ein aktives Mobilitätsmanagement umsetzen?

    Für die Erforschung und Erprobung dieser und ähnlicher Fragestellungen wurde das Bauhaus.MobilityLab im ersten Projektjahr mit einer digitalen Mobilitätsplattform und einem appbasierten Mobilitätsmanager von den Projektpartnern highQ Computerlösungen, BPV Consult und Bauhaus-Universität Weimar ausgerüstet. Das Ziel: eine zukunftsweisende Forschungsinfrastruktur im Bauhaus.MobilityLab, die Experimente und Innovationen unter Anwendung von Technologien der künstlichen Intelligenz (KI) im Bereich Mobilitätsverhalten und Mobilitätsdienste ermöglicht.

    Mit gleich zwei Experimenten und mehr als 25 Teilnehmenden testen die Partner aktuell die neuen Komponenten und Werkzeuge des KI-Reallabors:

    Datenschutzkonforme Erkennung der Verkehrsmittelwahl

    Für viele Anwendungen im Mobilitätsbereich ist die Kenntnis über die genutzten Verkehrsmittel eine zentrale Information. Diese wird bisher entweder manuell, z.B. über Fragebögen, oder automatisch unter Auswertung umfangreicher persönlicher Daten, z.B. Position und Geschwindigkeit, ermittelt.

    Im Bauhaus.MobilityLab wird nun erstmals die Kombination aus KI-basierter Mustererkennung und unscharfer, datenschutzkonformert Ortung via Mobilfunkzellen getestet. Dazu erfolgt der Einsatz des patentierten Verfahrens der ZEUS Systems GmbH.

    Mobilitätsmanagement mittels intelligentem Bonussystem

    Anreize schaffen für eine zeitliche, räumliche und modale Verlagerung von Mobilitätsentscheidungen. Das ist ein vielversprechender Weg, wie die bestehende Infrastruktur effizienter genutzt und der Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel geförder werden kann.

    Wie genau solche Anreize aussehen können und wann Menschen bereit sind, ihr Mobilitätsverhalten zu ändern, wird unter Anwendung des Zeitmeilen-Systems experimentell erprobt.

    Beide Experimente sind der Start eines Entwicklungsprozesses in mehreren Generationen, welcher über die gesamte Projektlaufzeit fortgesetzt wird. Zurzeit wird ein Fokus auf Grundfunktionalitäten gelegt, in einem nächsten Schritt erfolgt die Verknüpfung mit weiteren Datenquellen und Domänen, z.B. der aktuellen Luftqualität in Erfurt. Dabei wird auch der Kreis der Teilnehmenden stets erweitert, sodass in einigen Monaten auch Interessierte Haushalte aus Erfurt mitexperimentieren können.

    Aufgrund der aktuellen Corona-Situation erfolgte das Kick-Off zu den Experimenten virtuell, die Motivation der Teilnehmenden ist aber ganz real 😉
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