Früh übt sich – Bauhaus.MobilityLab setzt auf die Vermittlung von Künstlicher Intelligenz an Schüler:innen23.06.2021

    Videokonferenzen statt Kreide auf Tafeln, Home Schooling statt Klassenzimmer – Längst haben sich Schüler:innen an die aktuellen Gegebenheiten angepasst. Dass ein Bildschirm keine echte Begegnung im Klassenzimmer ersetzen kann, ist unumstritten. Jedoch wurden gerade im vergangenen Jahr immer wieder Formate entwickelt, welche die Freude am Lernen auch in die eigenen vier Wände bringen. Ein solches Format wurde nun in Kooperation des Forschungsprojekts Bauhaus.MobilityLab mit der Initiative KI macht Schule am Erfurter Königin-Luise-Gymnasium angeboten. „Sprachassistenz, Musikstreaming, Gesichtserkennung: In vielen alltäglichen Vorgängen versteckt sich mittlerweile Künstliche Intelligenz (KI)“, so Projektleiter Oliver Warweg (Fraunhofer IOSB-AST). „Mit diesem Workshop wollten wir den Schüler:innen zeigen, wie sehr unser Alltag mittlerweile von KI geprägt ist und wie wir damit bewusst umgehen.“ 

    KI-Fachkräftemangel entgegenwirken 

    Im Bauhaus.MobilityLab wird KI genutzt, um in den Bereichen Mobilität, Logistik und Energie neue Dienstleistungen mittels einer digitalen Laborplattform zu erproben. Das Ganze angewandt auf Erfurt und dabei im Besonderen den Stadtteil Brühl. Die Wahl des Ortes für den (digitalen) Workshop fiel also nicht zufällig auf das im Brühl befindliche Königin-Luise-Gymnasium. „Wir steuern derzeit auf einen Fachkräftemangel hin, auch in den Bereichen, die KI zu Anwendung bringen. Der Workshop sollte den Schüler:innen also auch aufzeigen, welche Berufe zukunftsträchtig sind“, erklärt Oliver Warweg weiter.  

    Teilnahme am bundesweiten Digitaltag 2021 

    Im Rahmen des bundesweiten Digitaltags 2021 wurden diese durch junge Wissenschaftler:innen der Initiative KI macht Schule fit für den Umgang mit KI gemacht. „Im Gegensatz zu anderen Themen aus dem Schulunterricht, wie z. B. romantische Literatur oder Ähnliches, ist KI ein relativ neues und sich schnell weiterentwickelndes Feld. Dennoch oder gerade deswegen ist es extrem wichtig, die Methoden und Ideen hinter den Algorithmen zu verstehen, um (zumindest einige) Entwicklungen, Zusammenhänge und Debatten unserer modernen Gesellschaft begreifen und einordnen zu können“, beschreibt Workshopleiter Moritz Link das Angebot. Dass schon frühzeitig mit der Auseinandersetzung mit KI begonnen werden sollte, bestärkt seine Kollegin Katharina Anderer: „Ich persönlich habe bis zu meinem Studium sehr wenig Berührung mit dem Thema KI gehabt. Da KI-Algorithmen in immer mehr Bereiche eingreifen, finde ich es sehr wichtig, dass man zum einen ein grobes Verständnis davon bekommt, wie diese funktionieren, aber sich ebenfalls mit den gesellschaftlichen und ethischen Aspekten von KI auseinandersetzt.“ 

    In einem interaktiven Workshop zu Künstlicher Intelligenz lernen Erfurter Schüler:innen, wie Computer Gegenstände und Gesichter erkennen können. (Screenshot: KI macht Schule)

    Eröffnung einer Repräsentanz im Brühl 

    Die Zusammenarbeit zwischen dem Bauhaus.MobilityLab und KI macht Schule soll auch in Zukunft in weitere Workshops für Schüler:innen münden. Auch für Andere bietet sich bald die Möglichkeit, KI sowie das Projekt Bauhaus.MobilityLab mit seinen Forschungsinhalten kennenzulernen: Am 22. Juli 2021 eröffnet zwischen 15.00-19.30 Uhr die Repräsentanz des Bauhaus.MobilityLab im Erfurter Brühl (Mainzerhofplatz 5). In den Räumen werden künftig nicht nur Vorträge, sondern auch Workshops stattfinden, die die Bewohnerschaft aktiv in das Forschungsprojekt einbinden. 

    Informationen zu KI macht Schule: https://ki-macht-schule.de 

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